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Etelser Rennradfahrer bei den Cyclassics 2025 in Hamburg

Am 17. August klingelte der Wecker früh. Fast zu früh, doch was tut man nicht alles für sein Hobby. Die Verpflegung war vorbereitet, die Startnummer am Fahrrad angebracht, der Sticker auf den Helm geklebt, das Lieblingstrikot war ausgesucht und die Radschuhe standen bereit. Um 5:30 Uhr beluden Julian und ich das Auto mit den beiden Fahrrädern und es ging im Nieselregen Richtung Hamburg. Die Laune war aufgrund des Wetters etwas gedrückt, doch je weiter wir uns Hamburg näherten, desto mehr klarte der Himmel auf und Hamburg empfing uns mit Sonne. Für uns ging zu den Cyclassics, dem größten Straßen-Radrennen im norddeutschen Raum für Jedermann, aber auch für Profis. Die Startaufstellung der verschiedenen Startblöcke befand sich dieses Jahr in der Hafencity. Das lange 110km Rennen der Jedermänner startete um 07:40 mit dem Startblock A und wir folgen etwas später. Mit dem Überfahren der Startlinie verflog auch die Aufregung und die Freude über den Fahrtwind im Gesicht überwog. Ein Highlight der Strecke war definitiv nach ca. 8 km die Fahrt über die Köhlbrandbrücke mit einem tollen Blick über den Hamburger Hafen. Die Abfahrt war rasant und erforderte Konzentration. Die Strecke verlief weiter über das Alte Land bis nach Buxtehude und die Kilometer flogen nur so an einem vorbei. Was einerseits an der super Streckenführung und den vielen Mitfahren lag, an die man sich hängen konnte, als auch an den zahlreichen großen und kleinen Zuschauern am Streckenrand. Es wurde gejubelt, getrommelt, geklatscht und Fahnen geschwenkt. Da können dann auch noch ein paar mehr Watt getreten werden. Nach ca. 60 km war ein 5 km langer Anstieg zu bewältigen. Die Abfahrt mit teilweise über 60km/h entschädigte jedoch für die Strapazen des norddeutschen Anstiegs. Weiter ging es hügelig bei bestem Wetter mit Sonnenschein und fast keinem Wind durch den Landkreis Harburg. Es galt nochmal alle Kräfte zu mobilisieren und einige Fahrer einzusammeln und Plätze gut zu machen.Nach ca. 90 km durften wir ein weiteres Mal über die Köhlbrandbrücke Richtung City fahren. Mit wirklich hohem Puls und fast 100 km in den Beinen war noch einmal volle Konzentration in der Abfahrt und auf den letzten Kilometern gefragt. Bloß jetzt in keinen Sturz mehr verwickelt werden und aufmerksam bleiben. Es ging am Hauptbahnhof vorbei über denJungfernstieg in die Mönckebergstraße – die Haupteinkaufsstraße in Hamburg. Die letzten Kilometer waren gesäumt von Zuschauern rechts und links der Strecke und ließen die Anstrengung vergessen. Das Gefühl durch den Zielbogen zu fahren war einfach toll! Im Ziel gab es natürlich die obligatorische Medaille und ein alkoholfreies Bier, das wir uns verdient hatten. Nachdem der Schweiß in der Sonne getrocknet war und die Beine kurz entspannt hatten, machten wir uns auf den Heimweg. Zuhause angekommen wurde direkt der Fernseher eingeschaltet, denn auch die Radprofis der UCI World Tour sind an diesem Sonntag in Hamburg auf der gleichen Strecke an den Start gegangen.

Sara Kehlenbeck

 

Neben Sara und Julian hat auch Marcus aus unserer Rennradgruppe die 110 km bewältigt. Alle drei in einer fantastischen Zeit von ca. 3:13 Stunden. Super Leistung!